C-3605 Eigenbau

Bei meinem Modell handelt es sich um einen Eigenbau einer "sechs und dreißig null fünf" (3605) der Schweizer Luftwaffe. Ein Original steht im Technikmuseum Speyer. Der Kolbenmotor des damaligen Kampfflugzeugs wurde bei 23 Flugzeugen 1971 durch eine Propellerturbine ersetzt. Um den Schwerpunkt beizubehalten musste die Nase um ca. 1,8 m verlängert werden. Dies, und die auffällige Bemalung, da als Zielschleppflugzeug eingesetzt, tragen zu dem einmaligen Erscheinungsbild bei.

 

Mir ging's ähnlich wie den Schweizern. Ich habe bei den bürstenlosen Motoren immer Ärger mit dem Schwerpunkt, weil sie nur halb so schwer sind wie die bisher von mir verwendeten Motoren. Das kann ich auch mit dem leichten LIPO nicht ausgleichen. Also kam mir die lange Nase gerade recht.

 

Das Modell hat eine Spannweite von 142 cm. In der langen Nase werkelt ein bürstenloser Motor (ROBBE BL Outrunner 3535/12) der von einem 2200er LIPO Akku gespeist wird, in Verbindung mit einer Graupner TOP FLITE Luftschraube 9x5. Der Regler stammt von Multiplex und ist für verschiedene Akkutypen programmierbar.

 

Das Fahrwerk ist nicht einziehbar, da ich an Gewicht sparen wollte. Außerdem ist es schwer, ein passendes Teil zu finden, da es in Flugrichtung einfährt und das Rad sich noch dabei drehen muss, um in der Fläche Platz zu haben.

 

Das Modell ist nur semi scale. Mir kommt es auf ein einigermaßen originalgetreues Flugbild an. Ich habe einige Kompromisse ans Modellfliegen gemacht. So habe ich das Leitwerk und die Kabinenhaube etwas vergrößert. Die beiden Seitenruder sind nicht angelenkt. Das mittlere ist auch beim Original nicht steuerbar. Die Ruderfläche ist zu klein um beim Modell richtig anzusprechen. Gesteuert wird nur über Quer- und Höhenruder. Die beiden Zusatztanks fehlen auch, denn ich hatte eine entsprechende Halterung dafür vergessen. Vielleicht füge ich sie später mal hinzu. Die Kabinenhaube habe ich zuerst aus Styropor gefertigt. Damit war ich aber nicht zufrieden und habe sie später aus vorhandenen Plexiglasbeständen zusammengesetzt. Tiefziehen war mir zu aufwändig. Mit den beiden Pilotenpuppen, die aus Styrodur sind, sieht das recht gut aus. Über die verwendeten Rudermaschinen ist nicht viel zu sagen. Es sind ja nur 3 Stück, leicht, klein und nicht grad teuer. Die Belastung ist nicht groß da kein Kunstflug vorgesehen ist. Das mir selbst gestellte Abfluggewicht von 1400 g habe ich fast punktgenau erreicht.

 

Bei der Unterlagenbeschaffung hat mir der Werner D. sehr geholfen, besonders mit der 3-Seiten-Ansicht. Daraus ist am PC ein für mich ausreichender Bauplan entstanden mit einem 1:1 Rippensatz.

 

Der Erstflug steht allerdings noch aus. Aber, was gut aussieht, fliegt auch gut!

 

Hier noch ein paar Bilder - mehr demnächst auf dem Platz

 

Gruß Jörg

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Modellfluggruppe FVL